JAN TORF's SCHLEUSE
Im Sinne des Jugendschutzes und unserer freiwilligen
Selbstbeschränkung weisen wir darauf hin, dass die folgenden
Seiten nur für Personen ab 18 Jahren geeignet
sind.
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In der norddeutschen Tiefebene liegt die Region Teufelsmoor.
Gelegen zwischen den Geestrücken von Osterholz-Scharmbeck, Hambergen,
Gnarrenburg und Bremervörde im Norden und denen von Rhade, Tarmstedt und
Wilstedt im Südosten, wird das Teufelsmoor im Westen von der Hansestadt
Bremen mit seinen Marschlanden begrenzt.
Dieses Hochmoor war in den Zeiten vor der Mitte des 18.Jahrhunderts ein taubes,
unbesiedeltes Ödland. Mit der Idee des Königs von England und Hannover,
nach dem Vorbild des Preußenkönigs, auch die `Bremischen Moore´durch
Besiedlung als Kulturland nutzbar zumachen, wurden die ersten Siedler in das
Moor geworben.
Als tätiger Förderer dieser großen Aufgabe erwies sich der
Landvermesser Jürgen- Chrstian- Findorff, der mit großem Weitblick
Ortsanlagen, Wege und Kanäle plante und die praktischen Umsätzungen überwachte.
Seine Leitungen wurden nicht nur von den Moorbewohnern sondern auch vom Königshof
gewürdigt und Findorff erhielt den Titel eines königlichen Moorkomissares
Die größten Flüsse, die durch diese Region ziehen sind die
Wümme aus der Lüneburger- Heide kommend und die Hamme mit ihren Nebenflüssen
Beek und Rummeldeisbeek, die alle ihren Ursprung in der direkten Nachbarschaft
zum Moor haben.
Diese Flüsse waren denn auch die Hauptverkehrswege für die ersten
Moorbauern. Alle Fahrdämme und Kanäle mußten die Ansiedler
im Moor als Gemeinschaftswerk erstellen und in Eigenarbeit unterhalten. Die
Siedler meist arme Nachkommen der Bauern aus ertragreicheren Nachbarregionen,
bewohnten in der ersten Zeit armselige Moorkaten, Hütten deren Dachsparren
in den nassen Torfgrund gerammt waren, der Fußboden bestand aus weißem
Sand von der Geest, mühsam mit der Karre ins Moor geschafft. Diese Menschen
besaßen kein Großvieh, die Kuh des kleinen Mannes war auch hier
die Ziege und wenn es einen Wagen zu ziehen gab spannten sich die Moorbewohner
selbst davor.
Die erste Nutzpflanze im Moor war der Buchweizen, auf Plattdeutsch `Bookweten´.
Aus dieser Knöterichpflanze, ließ sich eine Art Mehl gewinnen, das
in Suppen oder auch zur Zubereitung von Pfannkuchen, den `Bookweten Pankoken´einer
niedersächsischen Spezialität, taugte.
Da aber der Torf im Moor abgebaut werden mußte, um Platz zu schaffen
für einen zu bewirtschaftenden Boden, wurde sehr bald der Torfkahn das
Hauptverkehrsmittel in der Region. Für den Abtransport des getrockneten
Schwarztorfes, der als Brennmaterial am ehesten mit Braunkohlebrikett zu vergleichen
ist, setzten sich die sogenannten Halbhunt-Schiffe durch. Es handelt sich dabei
um in Spantenbauweise mit Eichenbohlen beplankte Lastkähne, die ein Ladevolumen
von 6 qm Torf besaßen. Fortbewegt wurden diese Kähne auf den engen
Kanälen durch treideln d.h., durch ziehen mit Tauen und schieben mit den
langen Staken, auf den Flüssen wurden die Torfboote bei günstigem
Wind mit einem ca. 12 qm großen geteerten Segel gesegelt.
Bei ungünstigen
Winden konnten die flachgehende Kähne mit dem Ruderstaken, eingelegt in
eine Ausbuchtung am Heck des Kahnes gewriggt werden, d.h. durch kombinierte
Dreh-und Drückbewegung, ähnlich der, der Gondoliere in Venedig allerdings
wohl nicht halb so anmutig. Zu sehen sind die Torfkähne heute wieder,
als Nachbauten unterwegs auf der Hamme und auf den Fleeten von Bremen im Dienste
des Tourismus als Erinnerung an die schweren Zeiten im Torfhandelsverkehr.
Als Hauptorte entwickelten sich, bedingt durch die nur hier vorhandene Infrastruktur
die Dörfer Worpswede, Grasberg, Lilienthal und später durch die Errichtung
einer Kirche auch Hüttenbusch. Worpswede wurde bekannt als Künstlerdorf
denn es wurde am Ende des neunzehnten Jahrhunderts Wirkungsstätte einiger
junger Künstler, die in der
Moorlandschaft mit seinen erdigen Farben und dem Himmel mit seinen kontrastierenden
Erscheinungen einen neuen Impuls für ihr Schaffen sahen. Hier nur einige
von ihnen: Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler, Otto Modersohn, Paula Becker
Modersohn, Hans am Ende und Fritz Overbeck.
Schon früh haben sich Schriftsteller mit den unheimlichen Begebenheiten
um das Moor befaßt und so einige düstere Erzählungen über
Moorhexen, Moorteufel, Geister, Untote, Moorleichen, Irrlichter, Riesen, Spökenkieker,
Räuber und spurlos verschwundene Personen verfasst.
Für die Bewohner dieser ganz besonderen Landschaft ist es heute wichtig,
sich mit den Wurzeln der eigenen Geschichte zu befassen.
Man vernimmt wieder gerne den Klang der typischen, etwas gedehnt daher kommenden
plattdeutschen Sprache, dem Plattdütsch. So richtig zur Geltung kommt
diese Sprache nätürlich im Miteinander des Heimatvereins, beim Vorbereiten
des Erntefestes oder auch gerne unter Freunden in der Gastwirtschaft.
In der Kneipe finden wir die regionale Spezialität des Teufelsmoores,
den Kräuterliqueur
JAN TORF benannt nach all den Jan´s, die in alten Zeiten ihren Torf in
die Stadt, nach Bremen schipperten. Wer unter Spirituosen nach einem bekömmlichen
Kräuterschnaps sucht, sollte unbedingt JAN TORF probieren.Wem mehr nach
einem kräftigen Magenbitter ist, für den gibt es JAN TORF´s
Bittere Tropfen, auf Platt auch gerne als `Krueden´oder `Krüden´ bezeichnet.
Zuguterletzt gibt es über JAN TORF auch typische Geschenke und Präsente
aus der Region. Die Taschenuhr von JAN TORF, oder für Leseratten Bücher
in Hochdeutsch und Platt mit `Snacks un Vertellens, Döntjes un Billers´.